Was es ist
Der IMDG-Code ist der Code der IMO für die Beförderung verpackter gefährlicher Güter auf See: Klassifizierung, Verpackung, Kennzeichnung, Bezettelung, Plakatierung, Dokumentation, Stauung und Trennung an Bord.
Er ist nach SOLAS-Kapitel VII und MARPOL-Anlage III verbindlich und wird alle zwei Jahre geändert, mit einem Jahr freiwilliger Anwendung, bevor jede Änderung verpflichtend wird.
Wo es gilt
Jedes Schiff unter der Flagge eines SOLAS-Staates — also nahezu die gesamte internationale Schifffahrt — und jeder Hafen, der verpackte gefährliche Güter verlädt.
Was man wissen muss
- 01Dieselben neun Klassen und UN-Nummern wie im ADR und in den IATA-DGR, sodass eine multimodale Sendung entlang der Kette eine einzige Klassifizierung behält.
- 02Die Gefahrgutliste nennt je UN-Nummer Verpackungsgruppe, Verpackungsanweisungen, Staukategorie und Trenngruppe.
- 03Die Trennung hält unverträgliche Klassen an Bord und im Container auseinander; das Container-Packzertifikat bestätigt, dass sie eingehalten wurde.
- 04Die Gefahrguterklärung des Versenders und das Packzertifikat müssen dem Beförderer vor der Verladung vorliegen.
- 05Meeresschadstoffe tragen eine zusätzliche Kennzeichnung und unterliegen MARPOL-Anlage III.
- 06Kapitel 1.3 verlangt Schulungen für Landpersonal, das mit Gefahrgut im Seeverkehr befasst ist.
Wer es kennen muss
- Versender und Spediteure, die gefährliche Güter im Container buchen.
- Containerpacker, die das Packzertifikat unterzeichnen.
- Studierende in Gefahrgut und Luft-/Seefracht: der IMDG-Code ist ein Prüfungsblock.
Informative Zusammenfassung, keine Rechtsberatung. Prüfen Sie vor einer Entscheidung immer den geltenden Text der Vorschrift.