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Frachtpflichtiges Gewicht berechnen (Volumengewicht)
Vergleichen Sie Brutto- und Volumengewicht nach der Konvention jedes Verkehrsträgers — wählbar und editierbar — und erhalten Sie ein nachvollziehbares frachtpflichtiges Gewicht: Luftfracht, Express, See-LCL (mit W/M-Minimum) und Straße nach Dichte und Lademetern (LDM).
Packstücke
Klassische Äquivalenz: 1 EUR-Palette = 0,4 LDM
Ergebnisse
Rechtsgrundlagen geprüft am · Offizielle Quelle: IATA — TACT air cargo rules ↗
Was ist das frachtpflichtige Gewicht?
Das frachtpflichtige Gewicht ist der Wert, auf dessen Basis ein Frachtführer eine Sendung abrechnet: der größere Wert aus tatsächlichem Bruttogewicht und Volumengewicht. Der Grund ist einfach: Einem Flugzeug, einem Lkw oder einem Container geht der Platz genauso sicher aus wie die Nutzlast. Leichte, aber sperrige Ware belegt Raum, der niemandem sonst verkauft werden kann — deshalb wird Volumen in Gewicht umgerechnet abgerechnet.
Es gibt keinen einheitlichen Faktor pro Verkehrsträger: Es gibt Marktkonventionen. In der Luftfracht teilt die IATA-Konvention das Volumen in cm³ durch 6.000 (≈167 kg/m³); manche Charter-Kontexte und Altverträge nutzen noch 1:5.000 (200 kg/m³). Express-Integratoren arbeiten typischerweise mit einem DIM-Divisor von 5.000, manche Dienste — vor allem nationale — mit 4.000 (250 kg/m³). Jeder Kurier legt seinen DIM-Faktor pro Dienst fest und passt ihn an: Deshalb lässt dieses Tool ihn wählen und bearbeiten.
See-LCL arbeitet mit der W/M-Regel („weight or measurement“): Die Fracht wird nach dem größeren Wert aus Tonnen und Kubikmetern abgerechnet, mit 1 m³ = 1.000 kg, ausgedrückt in Frachttonnen. In der Praxis ist fast immer das Volumen maßgebend — und LCL-Tarife wenden meist ein frachtpflichtiges Minimum an, typischerweise 1 W/M, das dieses Tool ebenfalls unterstützt.
Die Straße ist der Verkehrsträger mit der größten Varianz — und wo beide Grundlagen nötig sind. Nach Dichte: 333 kg/m³ (1:3) ist der übliche Ausgangspunkt im internationalen europäischen Sammelgutverkehr, aber 300, 250 und 200 kg/m³ koexistieren je nach Land, Relation und Frachtführer. Nach Stellfläche: Wenn Ware nicht stapelbar ist, verbraucht sie Lademeter (LDM). 1 LDM = die volle Lkw-Breite mal ein Meter Länge, umgerechnet in Gewicht mit 1.600–2.000 kg/LDM je nach Frachtführer (1.750 als Referenz). Die Stellflächenformel ist (Länge × Breite) / 2,4.
Stapelbarkeit ändert das Ergebnis: Eine nicht stapelbare EUR-Palette (120×80) sind 0,4 LDM — 700 frachtpflichtige kg bei 1.750 kg/LDM — während eine stapelbare halb zählt. Deshalb hat dieser Rechner einen Schalter pro Packstück.
Das frachtpflichtige Gewicht zu optimieren ist einer der schnellsten Hebel zur Senkung der Transportkosten: engere Verpackung, Paletten ohne Luft und stapelfreundliche Höhen können eine Sendung von „Volumen maßgebend“ zu „Gewicht maßgebend“ kippen — und sie sofort günstiger machen.
Häufige Fragen
- Was ist das Volumengewicht?
- Das theoretische Gewicht einer Sendung, berechnet aus ihrem Volumen mit einem Umrechnungsfaktor (zum Beispiel cm³/6.000 in der IATA-Luftfracht). Übersteigt es das tatsächliche Bruttogewicht, rechnet der Frachtführer das Volumengewicht ab.
- Warum 1:6000 in der Luftfracht und 1:5000 im Express?
- Jedes Netzwerk hat ein anderes Verhältnis von Gewichts- zu Raumkapazität. Die IATA-Konvention für allgemeine Luftfracht ist 1:6.000 (≈167 kg/m³); manche Charter- und Vertragskontexte nutzen 1:5.000. Express-Netzwerke sind noch volumensensibler und wenden typischerweise DIM 5.000 an — oder 4.000 bei manchen Diensten. Das sind Konventionen, keine Gesetze — Ihr Vertrag kann anderes vorsehen.
- Was sind Lademeter (LDM) und wann gelten sie?
- Ein LDM ist ein Meter Aufliegerlänge über die volle Breite (2,4 m). Er gilt, wenn Ware nicht stapelbar ist oder Stellfläche blockiert: Der Frachtführer rechnet dann linearen Raum ab, umgerechnet in Gewicht mit 1.600–2.000 kg/LDM je nach Markt. Eine nicht stapelbare EUR-Palette entspricht 0,4 LDM.
- Was bedeutet W/M und was ist das LCL-Minimum?
- „Weight or Measurement“: See-LCL rechnet den größeren Wert aus Tonnen und m³ ab (1 m³ = 1.000 kg), in Frachttonnen. LCL-Tarife enthalten meist ein frachtpflichtiges Minimum — üblicherweise 1 W/M — sodass eine kleine Sendung mindestens diesen Betrag zahlt.
- Ist die Straße immer 333 kg/m³?
- Nein. 333 kg/m³ ist die verbreitetste Konvention im internationalen europäischen Sammelgutverkehr, aber 300, 250 und 200 kg/m³ koexistieren je nach Land und Relation, und bei nicht stapelbarer Ware verschiebt sich das Kriterium zu Lademetern (LDM). Deshalb lässt dieses Tool die Konvention wählen, den Faktor bearbeiten und beide Grundlagen gleichzeitig aktivieren: Frachtpflichtig ist das Maximum von allen.
- Stimmen die Ergebnisse mit der Rechnung meines Frachtführers überein?
- Nur wenn Ihr Frachtführer genau diese Konventionen anwendet. Dies sind ehrliche Marktreferenzen, keine Tarife: Jeder Frachtführer kann eigene Faktoren, Minima, Staffeln und Rundungen anwenden. Nutzen Sie das Tool zum Schätzen und Prüfen, und bestätigen Sie immer gegen Ihren vertraglichen Tarif.